Isa Rosenberger, aus: Zuckerfabrik Enns, Akteurin: E.Herber, Foto: M.Mistelbacher, 2021

 

 

 

 


ZUCKER
Industrielles Erbe und Kolonialismus


Eröffnung: Freitag, 8. Oktober 2021, 14:00 bis 20:00 Uhr
Ausstellung: 9.10.–23.12.2021 + 7.1.–29.1.2022

Beteiligte Künstler*innen:
Luz Blanco • Alessandra dos Santos • Samuel Ferretto Fokus Grupa • Ferenc Gróf • Elisabeth Gschiel • Kyo Kim Zdena Kolecková • Pia Lanzinger • Ilona Németh • Resa Pernthaller Anna Ponchon • Isa Rosenberger • Sandro Sulaberidze

 


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Die Geschichte des Zuckers beginnt mit Rohrzucker. Bereits seit Jahrtausenden wird dazu Zuckerrohr angebaut. In Europa taucht der Süßstoff zur Zeit der Kreuzzüge auf. Vor rund 200 Jahren wird die in Europa angebaute Zuckerrübe zu einem ernsthaften Konkurrenten des importierten Zuckerrohrs. Von da an erlebt die europäische Zuckerindustrie – und der Zuckerkonsum – einen ungeheuren Aufschwung. Heute dominieren international agierende Zuckerkonzerne den Markt, zahlreiche örtliche Zuckerfabriken wurden aufgelassen.

Die Künstler*innen der Ausstellung ZUCKER reflektieren mit ihren Arbeiten die wechselvolle Geschichte der Zuckerproduktion, mit der verschiedene Ausformungen von Kolonialismus einhergehen.

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Ausstellung: 9.10–23.12.2021 + 7.1-29.1.2021
Öffnungszeiten: MO – FR 10:00 – 18:00, SA 12:00 – 16:00
An Sonn- und Feiertagen geschlossen
Dialogführungen durch die Ausstellung für Schulklassen und andere Gruppen nach Voranmeldung:
rotor@mur.at, 0316/ 688306

Freier Eintritt!


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Programmpunkte

Freitag, 8.10.2021, 14:00 – 20:00
Eröffnung der Ausstellung
Ort: < rotor >, Volksgartenstraße 6a, 8020 Graz

Samstag, 9.10.2021, 11:00
Buchpräsentation „Eastern Sugar“ mit: Edit András, Maja & Reuben Fowkes, Ferenc Gróf, Ilona Németh, Olja Triaška Stefanovic
Moderation: Walter Seidl
Ort: GrazMuseum, Sackstraße 18, 8010 Graz

Sonntag, 10.10.2021, 9:00 – 20:00
Exkursion zur Kunsthalle Bratislava, Besuch der Ausstellung „Potential Agrarianisms. Will There Still Be Sugar after the Rebellion?“
Info und Anmeldung: rotor@mur.at, +43 316 688306

Weitere Programmpunkte folgen

Alle Aktivitäten finden unter Berücksichtigung der aktuellen COVID-19 Bestimmungen statt.


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EASTERN SUGAR
ist ein internationales, interdisziplinäres Projekt der bildenden Kunst mit einem besonderen Schwerpunkt auf künstlerischer Forschung. Anhand des Falls der Zuckerindustrie in Mitteleuropa reflektiert das Projekt jüngste Facetten europäischer Geschichte.

Mit der Zuckerindustrie in der Slowakei als Ausgangspunkt, zugleich Fallstudie und Metapher, gibt EASTERN SUGAR dazu Anlass, die Diskussion und kritische Reflexion über die Auswirkungen der Ökonomien des Sozialismus und des Neoliberalismus in den Staaten Mitteleuropas und darüber hinaus zu führen. Der Anstoß für dieses Vorhaben ist im Werk der in der Nähe von Bratislava wohnhaften Künstlerin Ilona Németh zu finden. Seit einigen Jahren beobachten sie die Entwicklungen der slowakischen Zuckerindustrie und insbesondere den Niedergang der Fabrik in Dunajská Streda. Diese künstlerische Forschung wurde nunmehr auf internationaler Ebene ausgeweitet.

Nachdem das Projekt offiziell im November 2019 startete, fand
in den darauffolgenden Monaten eine rege Recherche-, Reise- und Vorbereitungstätigkeit statt. Während des Projektzeitraums fanden Künstler*innen-Residencies, Ausstellungen und diskursive Veranstaltungen in Bourges, Bratislava, Budapest, Freising, Graz und Prag statt – mit dem Ziel, die wirtschaftlichen, politischen, historischen, neo-kolonialen und kulturellen Zusammenhänge des Produkts Zucker aus der Sicht bildender Künstler*innen darzustellen.

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Diese Ausstellung ist Teil des Projekts:

EASTERN SUGAR,
kofinanziert durch das Programm Creative Europe der Europäischen Union und implementiert von der Slowakischen Nationalgalerie
in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen:
< rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst (AT),
Centre for Contemporary Art FUTURA (CZ),
Schafhof – Europäisches Künstlerhaus Oberbayern (DE),
La Box gallery of the Ecole Nationale Supérieure d’Art (FR),
T-TUDOK Inc., Centre for Knowledge Management and
Educational Research (HU),
sowie den assoziierten Partnern – Kunsthalle Bratislava (SK),
Muzeum Sztuki Lódž (PL).
www.easternsugar.eu




Mitfinanziert durch:


Projektförderung für den Ausstellungsbeitrag von Ilona Németh:


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